Kommunikationskonzept

Wie man ein Konzept für Kommunikation erstellt?

Was ist ein Kommunikationskonzept?

Ein Kommunikationskonzept ist eine verbindliche Leitlinie eines Unternehmens für die gesamte nach außen gerichtete Kommunikation. Das Kommunikationskonzept sorgt dafür, dass die Kommunikation und das öffentliche Erscheinungsbild des Unternehmens immer einheitlich und genau für die eigene Zielgruppe und die Marketingziele optimiert ist. Ein einheitliches und überzeugendes Erscheinungsbild ist unverzichtbar, um als Unternehmen glaubwürdig und überzeugend wirken zu können.

Die grundlegenden Fragen, die ein Kommunikationskonzept beantwortet sind dabei:

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Wie treten wir in der Öffentlichkeit auf?

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Wofür stehen wir?

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Wie präsentieren wir unsere Marke / unser Unternehmen?

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Wo (auf welchen Kanälen) sind wir wie präsent?

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Wer sind unsere Zielgruppen (Target Groups)?

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Wie kommunizieren wir in den einzelnen Kanälen möglichst mit den einzelnen Zielgruppen?

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Welche Kommunikationsmaßnahmen planen wir innerhalb welchen Zeitrahmens?

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Welche Kommunikationsziele haben wir?

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Was wollen wir mit unserer Kommunikation bei der Zielgruppe kurzfristig / mittelfristig / langfristig erreichen?

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Was können wir an unserer Kommunikation mit den einzelnen Zielgruppen verbessern / verändern, um noch erfolgreicher zu werden?

Das Kommunikationskonzept arbeitet dabei auch Hand in Hand mit der Unternehmenspolitik, den Unternehmenszielen, dem Vertrieb und vor allem den Marketingzielen. Die einzelnen Teile werden durch ein Kommunikationskonzept zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt.

Am Ende der Erstellung des Kommunikationskonzepts ist nicht nur eine starkes, klar umrissenes Brand Image geschaffen, sondern auch eine KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE, die klar vorgibt, wann und wo an welche Zielgruppen welche Inhalte kommuniziert werden, um seine Marketingziele besser und schneller erreichen zu können und Image-Schäden oder Vertrauensschäden zu vermeiden.

Wofür wird ein Kommunikationskonzept überhaupt benötigt? Welchen Nutzen bietet es?

Früher war es relativ einfach, ein einheitliches und positives Image als Unternehmen zu wahren. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit fand vorwiegend über Werbeplakate, Zeitungsanzeigen und versendete Briefe statt. Dafür reichte ein gut designtes Logo aus, um überzeugend und glaubwürdig zu wirken. Bei Briefen gab es eine verbindliche Standard-Sprache, an die sich ohnehin jeder hielt, auch am Telefon war das recht einfach. Für Pressearbeit hatte man eine eigene Presseabteilung, die alle Texte verfasste oder zumindest einen professionellen Journalisten im Haus. Das war alles sehr überschaubar.

In der heutigen Welt sind Unternehmen aber vor allem online an sehr vielen Stellen präsent und mit Kunden, potenziellen Kunden und der Öffentlichkeit in Berührung. Ein einheitliches Image und Auftreten zu wahren ist viel komplizierter geworden. Die Webseite, der Schriftverkehr, das Erscheinungsbild in den Sozialen Medien und auf allen anderen Kanälen muss immer einheitlich wirken. Die Art und Weise wie man mit Kunden, Interessenten und der Öffentlichkeit spricht, muss immer einen einheitlichen Eindruck machen und das Unternehmens-Image auf die gleiche Weise nach außen tragen. Das zu erreichen ist unmöglich, wenn man es nicht zuvor plant.

Ohne im Vorhinein festzulegen, welche Inhalte man wem auf welche Weise vermitteln will, sind widersprüchliche oder wenig vertrauensfördernde Aussagen praktisch vorprogrammiert. Das Kommunikationskonzept dient dazu, solche Fehler zu vermeiden und jederzeit einheitliche, zum Image des Unternehmens und den Werten der Zielgruppe passende Aussagen zu treffen. Damit entsteht Glaubwürdigkeit, Vertrauen und ein stark positives Image des Unternehmens – die unverzichtbare Basis für solide Umsätze und Gewinne.

Welche unterschiedlichen Bereiche gibt es in einem Kommunikationskonzept?

Bei der Arbeit am Kommunikationskonzept muss man in unterschiedlichen Bereichen arbeiten:

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dem Corporate Design (einheitliches, wiedererkennbares Design online und offline, aussagekräftiges Logo, einheitliche Farbgestaltung)

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dem Corporate Image (Was ist unsere Mission? Wofür stehen wir? Welche Werte vertreten wir?)

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an der Positionierung („Wir sind ein Laufschuh-Shop für den ambitionierten Hobby-Läufer“)

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an der Zielgruppen-Definition (Wer ist unsere Hauptzielgruppe? Welche Rand-Zielgruppen haben wir noch im Fokus? Was zeichnet die einzelnen Zielgruppen aus, wie lassen sie sich beschreiben? Welche Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen haben die einzelnen Zielgruppen? Worauf legen sie Wert? Wie sehen die einzelnen Buyer-Personas aus? Wie kann ich welche Zielgruppe am besten erreichen? Wie spreche ich sie am besten an?)

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welche Kommunikationsmaßnahmen setze ich auf welchen Kanälen für welche Zielgruppe? wann finden diese Maßnahmen statt? wie viel Budget brauche ich dafür?

Wichtig ist dabei auch, die Kommunikation online und offline zu VEREINHEITLICHEN und auf den gleichen zuvor ausgearbeiteten Leitlinien basieren zu lassen. Die Kommunikation online und offline muss ein organisches Ganzes ergeben, das „wie aus einem Guß“ wirkt.

Eine der zentralen Fragen für jedes Kommunikationskonzept ist beispielsweise auch, ob man seine Kunden und Interessenten mit „Sie“ oder mit „Du“ anspricht. Beides ist heute möglich – bedingt aber jeweils eine völlig unterschiedliche Kommunikationsweise.

Welche Fehler können bei einem Kommunikationskonzept entstehen, wenn man sich zu wenig Gedanken macht?

 

Wenn BMW plötzlich anfangen würde, das Thema Fahrradfahren in den höchsten Tönen zu loben, wäre das befremdlich. Es wirkt wenig glaubwürdig, wenn ein Premium-Autohersteller der Luxusklasse Menschen nahelegt, doch ein Fahrrad im Alltag zu benutzen, anstatt eines der neuen, spritsparenden und umweltschonenden Modelle zu kaufen. Damit werden auch die potenziellen Kunden vor den Kopf gestoßen, die ganz sicher eher das Ziel haben nobel und angesehen im BMW zu einem Treffen zu kommen anstatt verschwitzt auf einem – wenig imageträchtigen – Fahrrad. Das Ziel des Premium-Herstellers ist es, eigene Luxuss-Automobile an qualitäts- und imagebewusste Kundschaft zu verkaufen. Das wirkt glaubwürdig, vertraut und nachvollziehbar – alles andere nicht.

Am Ende würde diese Aktion auch den Investoren von BMW sauer aufstoßen, die keinen gegenwärtigen oder zukünftigen Marktvorteil erkennen, sondern eher einen Nachteil, weil viele Kunden sich vom nicht mehr glaubwürdigen Unternehmen, das ihre Bedürfnisse nicht mehr wahrnimmt, abwenden werden.

Investoren würden die Aktien bei solchen Aussichten abstoßen, der Aktienkurs würde fallen und BMW hätte sich damit mit dieser Aktion auch finanziell selbst schwer geschadet. Das Image ist angeknackt, die Kunden fühlen sich verraten und mißverstanden und haben kein Vertrauen mehr zum Unternehmen, das sie nicht mehr wiedererkennen und das Markenimage hat enorm gelitten. Zukünftige Gewinne werden geringer ausfallen, Kunden werden schwerer zu überzeugen sein. Der Schaden, der dadurch entsteht, ist riesig.

So wie in diesem (eher unwahrscheinlichen) Beispiel geht es jedem, der nicht auf seine Kommunikation achtet und genau überlegt, was er an wen kommuniziert. Glaubwürdigkeit und Vertrauen der Kunden ist, ebenso wie ein klarer Wiedererkennungswert, einer der größten ideellen Unternehmenswerte den es gibt. Auch finanziell ist das wertvoll, denn eine hohe Menge an Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den Kunden bedeutet auch eine hohe Chance auf gute Gewinne und hohe Verkaufszahlen. Das gilt für jedes Unternehmen.

Negativ-Beispiele für missglückte Kommunikation gibt es viele. Dazu gehört auch der „Veggie Day“ der Partei der Grünen. Es wurde von den Grünen im Bundestagswahlkampf 2013 vorgeschlagen, standardmäßig einen Wochentag festzulegen, an dem es bundesweit nur vegetarisches Essen in allen Großküchen und Kantinen und an anderen öffentlichen Essensplätzen geben sollte. Der Vorschlag ist als Diskussiongrundlage ernährungstechnisch“Verbote-Partie und umweltpolitisch und auch ökologisch vielleicht sogar sinnvoll – die Kommunikation war aber völlig falsch.

Die nachfolgende Empörung war riesig, in den sozialen Netzwerken gingen die Wogen hoch, die Grünen wurden zur „Spaßverderber-Partei“ und als „lustfeindlich“ abgestempelt. Die Wählerzahlen rauschten in den Keller. Es brauchte Jahre, um diesen Schaden wieder einigermaßen auszubügeln – in heftigen Diskussionen mit den Grünen wird das Thema aber bis heute auf den Tisch gebracht. Das zeigt einmal mehr, dass man immer sehr genau überlegen muss, was man wem sagt und vor allem wie man es sagt.

Die alte chinesische Weisheit drückt das ganz exakt aus: „Das richtige Wort zur richtigen Zeit kann Leben retten. Ein unbedachtes Wort zur falschen Zeit kann ein ganzes Leben zerstören.“ Das gilt auch für das „Leben“ eines Unternehmens.

Kann ich fertige Vertriebs, PR und Marketing Kommunikationskonzepte für meine Branche kaufen?

 

Kommunikationskonzepte zu erstellen ist aufwendig und kompliziert – zudem hat jede Branche ihren eigenen ganz individuellen Kommunikationsbedarf. Die Erstellung eines schlagkräftigen Kommunikationskonzepts ist kompliziert und aufwendig. Oft ist überhaupt nicht klar, womit man eigentlich überhaupt anfangen soll beim einem Kommunikationskonzept. Das ist uns bewusst.

Aus diesem Grund wirst du an dieser Stelle hier zukünftig professsionell erstellte und vorgefertigte Kommunikationskonzepte und Leitfäden für unterschiedliche Branchen finden, die dir die Arbeit an deinem eigenen Konzept wesentlich erleichtern werden

Zusätzlich wirst du hier zukünftig auch weitere Leitfäden für PR, Marketing und digitalen Vertrieb finden, jeweils abgestimmt auf deine Branche.

Unsere Vorlagen und Leitfäden werden dich Schritt für Schritt zu deinem eigenen, erfolgreichen Kommunikationskonzept führen. Wir erklären dir in einfachen Schritten, über welche Punkte du dir Gedanken machen musst, welche Möglichkeiten du hast und warum welcher Punkt der Überlegungen wichtig ist.

Mit dem Leitfaden und der Vorlage für deine Branche & Nische, kann mit deinem eigenen Kommunikationskonzept nichts mehr schief gehen. Du wirst am Ende ein individuelles, genau für dein Unternehmen angepasstes Konzept erstellt haben, dass alle Leser beeindruckt und das deine Kunden lieben werden.

Es wird dir ermöglichen, in Zukunft vertrauensvolle, hoch profitable Kundenbeziehungen und ein hervorragendes öffentliches Image aufzubauen. Für ein erfolgreiches Geschäft – egal ob online oder offline – ist das unverzichtbar.

Wichtige Punkte für ein gutes Kommunikationskonzept

 

Zielorientiert

Jedes gute Kommunikationskonzept ist ZIELORIENTIERT. Es wird von Anfang an klar gemacht, welche Ziele es für die Kommunikation mit der Zielgruppe auf den einzelnen Kanälen gibt und was durch die Kommunikation mit den Mitgliedern der Zielgruppe überhaupt erreicht werden soll.

Ein Konzept, das keine Ziele definiert ist an sich wertlos, weil es nicht umsetzbar wird. Ohne Ziele keine Zielstrategie – und damit geht die Kommunikation genau genommen nirgendwohin. Mache von Anfang an klar, was du erreichen willst.

Die Ziele sollten klar und konkret formuliert sein und nach Möglichkeit auch in irgendeiner Form messbar oder überprüfbar. Das wird nicht in jedem Fall möglich sein, versuche aber zumindest Kriterien zu definieren, anhand derer du das Ziel als „erreicht“ festlegen kannst.

Empfängerorientiert

Primär ist ein Kommunikationskonzept natürlich ein Leitfaden für dich als Unternehmer oder als Kommunikationsverantwortlicher oder Marketingverantwortlicher im Unternehmen. Dennoch wird es häufig der Fall sein, dass auch andere Leute dein Kommunikationskonzept zu Gesicht bekommen werden: dein Chef, die Mitarbeiter, die es als Leitlinie für ihre Arbeit benutzen müssen, ein Unternehmensberater, mit dem zu zusammenarbeitest.

Gestalte dein Konzept am besten immer so, dass es für alle Personen, die es in die Hand bekommen leicht lesbar, verständlich und schlüssig ist. Achte dabei darauf, dass möglicherweise nicht jeder den gleichen Wissensstand mitbringt und manche Dinge nicht sofort für jeden logisch sein müssen, Formuliere einfach und erkläre Dinge lieber in einfachen Worten, anstatt Fachbegriffe zu verwenden, die vielleicht nicht jeder kennt.

Beherzt und auf den Punkt gebracht

Wenn es drei Eigenschaften gibt, die alle guten Kommunikationskonzepte gemeinsam haben, dann sind das die folgenden:

KNAPP, KLAR, und PRÄZISE.

Bringe Aussagen möglichst auf den Punkt, formuliere knapp das Wesentliche und sorge durch folgerichtige Aussagen für Klarheit. Sei dabei immer präzise und spezifisch, mache Ziele klar greifbar, verständlich und möglichst messbar.

Formuliere Dinge und insbesondere Vorgaben so, dass sich diejenigen, die sie umsetzen müssen, auch eine klare Leitlinie zur Hand haben: „Wir führen Kundengespräche am Telefon ruhig, sachlich und freundlich“.

Realistisch geplant

Es gibt unterschiedliche Ziele in unterschiedlichen Zeithorizonten: kurzfristige Ziele, mittelfristige Ziele und langfristige Ziele sowie Visionen.

Ziele geben einerseits die Richtung vor, sollten andererseits aber auch realistischerweise erreichbar sein. Das gilt vor allem für kurz- und mittelfristige Ziele, aber ebenso auch für langfristige Ziele. Wer tagtäglich nach der Weltherrschaft strebt, wird irgendwann einmal ausbrennen.

Es spricht nichts dagegen, sich große Ziele zu setzen oder große Visionen zu verfolgen – vor allzu großen Utopien sollte man sich aber hüten. Beim Start als Einzelunternehmer in der Garage wird es kaum Sinn machen, sich das Ziel zu setzen, allein marktbeherrschend im Bereich Elektroautos zu werden.

Achte außerdem darauf, dass du in realistischen Zeithorizonten planst. Ein Ziel zu erreichen kostet immer zwei Arten von begrenzten Ressourcen: Zeit und Geld.

Sieh dir bei deiner Planung zuvor immer an, wie viel von beidem du erübrigen kannst und willst – und plane nach den vorhandenen Ressourcen. Ansonsten enttäuschst du dich nur selbst mit unrealistisch gesetzten Zielen und verlierst irgendwann einmal die Motivation. Noch schlimmer ist es, wenn auch deine Mitarbeiter die Motivation verlieren, an der Erreichung unrealistischer Ziele tapfer weiterzuarbeiten.

Auslöser für Aktivitäten

Aus Zielen müssen irgendwann einmal ZIELWEGE werden. Definiere klar, auf welchen Wegen du deine Ziele erreichen willst, welche Ressourcen du dafür einsetzen willst und welche Maßnahmen und einzelnen Schritte du für die Erreichung deiner Ziele nacheinander setzen musst.

Nur ein KONKRETER PLAN hat praktischen Wert. Zielvorstellungen allein bringen dich noch nicht vom Fleck.

Achte darauf, die einzelnen Schritte logisch, folgerichtig und vollständig zu planen.

Welche Unterschiede gibt es bei Kommunikationskonzepten?

 

Jede Branche hat zunächst einmal einen unterschiedlichen Kommunikationsbedarf. Ein Architekt kommuniziert anders mit seinen potenziellen Kunden als der Inhaber eines Online-Shops für Laufschuhe. Die Tätigkeit eines Architekten ist komplizierter und schwieriger zu verstehen als die eines Händlers – und deutlich teurer. Der Architekt hat also in seiner Kommunikation einen viel höheren Erklärungsbedarf in seiner Kommunikation als jemand, „der physische Produkte verkauft“. Das Kommunikationskonzept für beide sieht daher schon einmal unterschiedlich aus.

Unterschiede gibt es auch beim Vorwissen der Kunden: in einigen Branchen kann man eine gewisse Menge Vorwissen bei Kunden voraussetzen – in anderen Branchen besteht das wiederum nicht.

Unterschiede gibt es auch darin, wie eng oder weit die Zielgruppe gefasst ist, und wie einheitlich sie ist. Beim Architekten ist die Zielgruppe vergleichsweise klein (Menschen, die ein Haus bauen wollen) und recht ähnlich, beim Verkäufer von Laufschuhen gibt es eine große und recht uneinheitliche Zielgruppe (Läufer jeden Alters und aus unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen, Menschen, die zum Abnehmen laufen wollen oder ambitionierte Hobbysportler, die auch an Wettkämpfen teilnehmen). Auch das bedingt, dass die beiden Kommunikationskonzepte sehr unterschiedlich aussehen werden.

Auch die Ziele sind in beiden Fällen wahrscheinlich sehr unterschiedlich gelagert, ausgehend von den nicht vergleichbaren geschäftlichen Gegebenheiten.

Was sind die potenziellen Ziele eines Kommunikationskonzeptes und einer Kommunikationsstrategie?

 

Die Ziele können im Einzelnen recht unterschiedlich gelagert sein:

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ein eigenes, unverwechselbares Image aufzubauen und zu verankern

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die Reichweite und die eigene Bekanntheit erhöhen

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kommunikativ ein Alleinstellungsmerkmal begründen und verankern

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neue Zielgruppen erschließen

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bestehende Zielgruppen besser erschließen

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die Kommunikation mit einer bestehenden Zielgruppe verbessern und erschließen

Ziele, die man festsetzt dienen am Ende immer dem Vertrieb und den Marketingzielen, die man hat. Wenn es darum geht, mehr Neukunden zu gewinnen, werden die Ziele anfangs sicherlich schwerpunktmäßig im Bereich „Reichweite“ liegen. Wer vor allem seine Conversion Rate auf der eigenen Webseite erhöhen will, wird dagegen eher darauf abzielen, die bestehende Kommunikation zu verbessern.

Welche Schritte sind für ein Kommunikationskonzept in welchen Bereichen notwendig?

 

Um zu einem vollständigen und tatsächlich umsetzbaren Kommunikationskonzept zu gelangen, solltest du geplant vorgehen. Die grundlegenden Schritte sollten in der richtigen REIHENFOLGE gesetzt werden.

 

1. Analyse des Ist-Zustands der Kommunikation

a) Wo wird bis jetzt kommuniziert? Mit welcher Zielgruppe? Auf welche Weise und mit welchen Argumenten? Wie erfolgreich ist die Kommunikation derzeit? Wo gibt es Schwächen? Welches Wording verwendest du? Ist es einheitlich? Taugt es als dein Markenzeichen?

b) Welches Design wird verwendet? Ist es einheitlich? Ist es wiedererkennbar?

c) Welcher Marktbereich oder welche Nische wird bearbeitet? Mit welchem Erfolg? Werden selbst gesteckte Ziele erreicht?

d) Welches Unternehmensleitbild gibt es? Welche Werte vertritt das Unternehmen derzeit?

 

2. Festlegen des äußeren Rahmens der Kommunikation

a) Wie will ich meine Kommunikation mit der bestehenden Zielgruppe künftig verbessern?

b) Wie soll die grafische Gestaltung und das äußere Erscheinungsbild verändert werden? Wie will ich einen klaren Wiedererkennungswert schaffen?

d) Welches Unternehmensleitbild soll künftig kommuniziert werden? Welche Werte werden auf welche Weise vertreten und kommuniziert?

 

3. Positionierung

Wo bestehen noch Marktpotenziale? Was ergibt meine SWOT-Analyse? (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Risks)?

In welchen Bereichen kann ich überhaupt erfolgreich sein? Wo bestehen noch ungenutzte Potenziale? Wie passe ich mein Leitbild und meine Werte am besten an diese neuen Marketingziele und Potenziale an? Welche unterschiedlichen Zielgruppen ergeben sich daraus? Wie kann ich sie am besten ansprechen?

 

4. Zielplanung

Welche Kommunikationsziele habe ich in welchen Bereichen?
Entsprechen meine gesetzten Ziele den SMART-Kriterien? (S=Spezifisch, M=messbar, A=aktiv/attraktiv, R=realistisch/ressourcenbasiert, T=terminiert)?
Wie wird die Zielerreichung überwacht?

 

5. Strategieplanung

Welche Schritte/Maßnahmen muss ich setzen, um die einzelnen Kommunikationsziele in der geplanten Frist zu erreichen? Welche Maßnahmen sind bis wann nötig? Welche Erfolge (Meilensteine) gibt es auf dem Weg zur Zielerreichung?

Welche Ressourcen (Zeit und Geld) muss ich für die einzelnen Maßnahmen einsetzen? In welchem Zeitraum?

 

Das sind, grob strukturiert die einzelnen Schritte in der richtigen Reihenfolge. Auf diese Art und Weise lässt sich ein schlüssiges und umsetzbares Gesamtkonzept erreichen, dem du dann auch Schritt für Schritt folgen kannst.

Eine gute Idee ist auch, die Arbeit an der Verbesserung deiner Kommunikation im klassischen Management-Regelkreis (Ziele setzen – Planen – Durchführen – Messen/Kontrollieren – Ziele setzen …) zu organisieren. Das stellt sicher, dass sich deine Kommunikation laufend verbessert. In vielen Bereichen lässt sich dieses Prinzip gut einsetzen.

Beim Nachdenken, beim Analysieren des Ist-Zustands deiner Kommunikation und beim Finden neuer Potenziale hilft dir neben der SWOT-Analyse oft auch der Einsatz des Business-Model-Canvas recht gut.

In welchen Branchen werden Kommunikationskonzepte eingesetzt?

 

Grundsätzlich macht die Erstellung von Kommunikationskonzepten für jedes Unternehmen ob Startup, Selbstständige, kleine oder mittelständische Unternehmen Sinn – bis hin zu privaten Blogs und Ämtern und Behörden. Niemand lebt im luftleeren Raum – Kommunikation ist unvermeidbar. Je besser wir aber kommunizieren, desto erfolgreicher werden wir auch sein.

Selbst Ämter und Behörden leben von klarer, erfolgreicher und möglichst positiver Kommunikation mit ihren „Kunden“: schlechte, unklare oder wenig positive Kommunikation erzeugt viel Ärger und zusätzlichen Arbeitsaufwand und verschwendet damit wertvolle Ressourcen & Geld, die besser genützt werden können.

Auch ein privater Blogger wird erfolgreicher sein und mehr Reichweite haben, wenn er die richtigen Inhalte für seine Zielgruppe in der richtigen Weise kommuniziert: das wird am Ende auch mehr Abonnenten, mehr Weiterempfehlungen und damit höhere Werbeeinnahmen oder einfach eine weitaus größere Leserschaft bedeuten.

Kommunikation ist für alle wichtig – in vielen Fällen entscheidet die Qualität der Kommunikation mit Kunden, Interessenten und der Öffentlichkeit aber ganz wesentlich über Erfolg oder Mißerfolg eines ganzen Unternehmens.

 

Ein Beispiel aus der Praxis

 

Ein mittelmäßig laufendes italienisches Restaurant hat einige Geschäftsflächen zusätzlich gekauft und plant ein zusätzliches Eiscafe sowie abendliche All-You-Can-Eat Buffets auf einer größeren Fläche. Die Erweiterungen sollen von einer Kommunikationsstrategie begleitet werden.

Es gilt hier einerseits, neue Kundenpotenziale anzusprechen (Eiscafe, All-You-Can-Eat-Bereich) und gleichzeitig den bisherigen Restaurant-Besuchern erfolgreich zu vermitteln, dass ihnen nun ein größeres Angebot zur Verfügung steht, das Restaurant aber weiterhin seinen bisherigen Werte an Qualität und ausgefallenen Kreationen treu bleibt. Im Kommunikationskonzept geht es vor allem darum, den Markenkern herauszuarbeiten und erfolgreich zu kommunizieren und ein gemeinsames Unternehmensleitbild zu entwerfen, das für alle drei sehr unterschiedlichen Unternehmensbereichen (klassiches Restaurant, Eiscafe und All-You-Can-Eat-Bereich) Gültigkeit hat und überall sichtbar und für Kunden klar erkennbar umgesetzt wird.

Wie wichtig ein gutes Kommunikationskonzept in diesem Fall ist, wird auf den ersten Blick klar: Es geht darum, auf keinen Fall bisherige Kunden im Restaurant durch die Umgestaltung abzuschrecken, weil sie eine veränderte Atmosphäre und geringere Qualität der Speisen (Masse statt Klasse) befürchten. Für die neuen Bereiche müssen zusätzliche Kunden gewonnen werden, deren Bedürfnissen, Wünschen und Vorlieben mit dem neuen Konzept möglichst gut entsprochen werden kann. Hier geht es nicht nur um Marketing, sondern vor allem um gute Kommunikation. Zusätzlich wird für die Kommunikation mit potenziellen Kunden verstärkt auf den Online-Bereich gesetzt.