Google bringt erst dann Ergebnisse, wenn man ins Suchfeld etwas eintippt. Genau diese Eingaben werden als „Suchbegriff„, Suchanfrage oder englisch auch als „Keyword
(auf Deutsch „Schlüsselwort„) bezeichnet.

Die Suchmaschine benutzt diese Eingaben eines Nutzers um daraufhin alle im Internet gespeicherten Seiten nach Inhalten zu durchsuchen, die zum jeweiligen Suchbegriff passen und zeigt dem Nutzer dann die Ergebnisse sortiert an. Was am meisten relevant für die Suchanfrage des Nutzers ist, steht dabei ganz oben in der Ergebnisliste.

Jeder Computernutzer gibt tagtäglich eine Vielzahl solcher Suchanfragen in die Suchmaschine Google ein, die von Google dann gespeichert und ausgewertet werden. Die Auswertung dient dazu, herauszufinden, wonach Menschen überhaupt suchen, auf welche Weise, wie häufig und mit welchen Begriffen.

Solche Auswertungen von Suchanfragen kann man auch selbst für das eigene Unternehmen und die eigene Webseite nutzen. Sie sind das „Gold des Internets“, weil sie einem mehr über die eigenen Kunden und ihre Wünsche und Absichten verraten, als man sonst irgendwo erfahren könnte. Dazu kommen wir aber später noch einmal genauer.

Ganz ähnlich wie Google arbeiten übrigens auch die integrierten Suchmaschinen auf Online-Verkaufsplattformen. Auch sie durchsuchen zunächst die Inhalte der gesamten Plattform nach Produkten, die dem Suchbegriff des Nutzers möglichst genau entsprechen und zeigen sie nach Relevanz gelistet an. Im Hintergrund werden hier ebenfalls die verschiedenen Such-Eingaben aller Nutzer gespeichert und ausgewertet und auch hier kann man sie abrufen und für sich selbst nutzen.

Wie können Suchanfragen in der Praxis aussehen?

Die Eingaben, die Nutzer in die jeweiligen Suchfelder tippen, können ganz unterschiedlich aussehen. Ein Nutzer könnte schlicht „Büstenhalter“ als Suchbegriff eingeben. Das ist für die Suchmaschine relativ schwierig, da sie keinen Hinweis darauf hat, was der Nutzer eigentlich genau will: einen Büstenhalter kaufen? Informationen zu Büstenhaltern im Allgemeinen? Eine Information über die Geschichte des Büstenhalters? Eine Übersicht über die heute angebotenen Größen von Büstenhaltern?

Aus dem Einwort-Suchbegriff erschließt sich nicht, was der Nutzer will – dementsprechend breit gestreut werden die Ergebnisse sein, weil die Suchmaschine versucht, alle diese möglichen Bereiche gleichmäßig abzudecken. Die Chance, dass sich darunter das findet, was der Nutzer tatsächlich wollte, ist dann allerdings eher gering.

Glücklicherweise haben das die allermeisten Nutzer inzwischen gelernt und sind bei ihren Eingaben zum Suchbegriff ein wenig spezifischer. Sie fügen zum Suchbegriff beschreibende Worte hinzu, die erkennen lassen, wonach genau der Nutzer sucht. Etwa: „Büstenhalter mit Spitze Cup C schwarz“.
Nun ist uns klar, dass der Nutzer offensichtlich einen Spitzenbüstenhalter kaufen möchte oder sich über das Angebot informieren möchte. Und dass ihn nur Büstenhalter mit Körbchengröße C interessieren, die schwarz sind.

Nachdem der Suchbegriff „Büstenhalter“ im zweiten Fall einen regelrechten Schwanz an Begriffen enthält, die die Suchanfrage näher präzisieren, nennt man solche Suchanfragen „Longtail Suchbegriff“ (Longtail Keyword), also solche mit einem langen Schwanz an genau beschreibenden Eigenschaften. Das Gegenteil davon ist – ganz logisch – dann Shorttail Suchbegriff, bei denen der Schwanz sehr kurz oder gar nicht vorhanden ist.

Auch für die Suchmaschine ist es mit einem Longtail Suchbegriff nun einfacher, weil sie damit deutlich genauer erfährt, wonach der Nutzer konkret sucht. Das macht es der Suchmaschine leichter, die Zahl von möglichen Treffern zu sortieren und dem Nutzer genau das zu bieten, was er auch tatsächlich sucht. Aber auch für jeden Webseitenbesitzer oder Anbieter im Internet ist die Kenntnis über gestellte Longtail-Suchanfragen sinnvoll: zeigen sie doch ganz genau, wonach Menschen konkret suchen.

Suchbegriff Sonderfall: Ortsbezogene Suchen

Ein Bestandteil beim Longtail-Suchbegriff kann häufig eine Ortsangabe sein, etwa „München“. Ein Suchbegriff wie „Anwalt München“ macht der Suchmaschine sofort klar, wo der Nutzer etwas sucht und finden will. Als Ergebnis wäre ein Anwalt in Stuttgart nicht hilfreich, damit lässt die Suchmaschine solche Ergebnisse gleich direkt weg.

Sowohl der Suchmaschine als auch jedem, der die Auswertung von Nutzersuchen studiert ist völlig klar, dass der Nutzer einen Anwalt in München – und zwar ausschließlich in München – sucht.

Ich erwähne diese spezielle Art von Suchanfragen deshalb, weil ihr Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich stark ansteigt. Lokale Suchanfragen spielen dabei eine besondere Rolle bei hohem bestehenden Kaufinteresse des Nutzers – dieser Umstand ist ganz besonders für Händler und Anbieter im Internet interessant.

Was bringt es, die Suchanfragen von Nutzern zu kennen?

Online-Shops, Firmenwebseiten und alle anderen Arten von Webseiten sind darauf angewiesen, Nutzern das zu bieten, wonach sie suchen. Wer weiß, wonach Nutzer suchen, kann auch genau diese Informationen oder Produkte auf seiner Seite anbieten – und die eigene Seite wird dann von den Suchmaschinen dem suchenden Nutzer auch vorgeschlagen.

Die Suchanfragen von Nutzern stellen dabei nicht weniger als die Basis für den Aufbau des Unternehmens, seines Produkt-Portfolios und seiner Informationsinhalte dar. Geld kann nur der verdienen, der das anbietet, wonach Menschen auch suchen.

Dieses Prinzip gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Informationswebseite, einen Online-Shop oder eine Unternehmens-Homepage handelt. Es gilt unabhängig davon, ob ein Unternehmen im B2C oder im B2B-Bereich tätig ist und ob es daneben noch ein regionales oder überregionales Offline-Geschäft führt oder ein reiner „Online Pure Player“ ist. Nur was auch gesucht wird, interessiert Menschen. Das ist immer und überall so.

Was passiert, wenn man Suchanfragen & Suchbegriffe ignoriert?

Die Folgen, wenn man einfach ignoriert, wonach Menschen überhaupt suchen, liegen auf der Hand: Was niemanden interessiert wird auch nicht angezeigt. Das heißt, eine Webseite, die keine Inhalte oder Produkte enthält, nach denen jemand sucht bekommt kein Nutzer überhaupt je über die Suchmaschinen zu Gesicht. Dafür sorgt die Suchmaschine, die nur relevante Ergebnisse anzeigt. Die Webseite existiert dann quasi gar nicht im Internet und die Zielgruppe wird nicht erreicht.

Genau aus diesem Grund ist es unverzichtbar für jedes Unternehmen – egal ob Einzelselbständiger, KMU, regional, überregional oder international – die entsprechenden Suchanfragen für die eigene Branche und das eigene Tätigkeitsfeld zu kennen.

Auf dieser Basis erst kann dann die eigentliche Arbeit im Bereich der Online-Akquise, im Online-Marketing und im Online-Vertrieb beginnen. Die Liste der relevanten Suchanfragen für die eigene Branche und den eigenen Unternehmensschwerpunkt bestimmt nicht nur die Struktur der Webseite und die Content-Marketing-Strategie für die Seite – sondern nahezu alles im Geschäft.

Die Suchanfragen von Kunden werden dabei nicht nur für die langfristige und nachhaltige Basis-Ausrichtung der Webseite, des Geschäfts und der Geschäftstätigkeit verwendet, sondern werden auch genutzt, um kurzfristig relevante Traffic-Funnel, wirksame Sales-Funnel und Akquise-Schleifen sowie ein komplett selbsttätig laufendes System zur Marketing Automatisierung zu bauen. Ohne erst zu wissen, was Kunden überhaupt wollen und wonach sie eigentlich suchen, wäre das sinnvoll gar nicht möglich.

Damit sollte dir nun klargeworden sein: Die Liste mit den relevanten Suchanfragen & Suchbegriffen ist also die wichtigste Basis für die gesamte digitale Geschäftstätigkeit. Natürlich kommen Tag für Tag immer neue Suchanfragen hinzu (rund 100 Milliarden werden bei Google täglich eingegeben) und damit auch immer wieder neue, für dein Geschäft relevante Suchanfragen. Man sollte diese Liste also in regelmäßigen Abständen aktualisieren und die Erkenntnisse, die man daraus zieht immer wieder neu bewerten. Das macht es dir unter anderem dann auch möglich, aufkommende Trends zu erkennen – und sie als erster zu bedienen und für dich zu nutzen. Ebenso ein wichtiger Punkt ist die Positionierung, welche wir damit online erreichen. Bei der digitalen Positionierung des Unternehmens ist der Suchbegriff ebenso wichtig, wie die Technik & die Strategien selbst.

Über den blossen Suchbegriff hinaus: die Suchintention

Kehren wir noch einmal ganz kurz zum Suchbegriff-Beispiel vom Anfang mit dem Büstenhalter zurück. Der Suchbegriff „Büstenhalter“ hat uns noch nicht erkennen lassen, was der Nutzer eigentlich genau will. Beim Suchbegriff „Büstenhalter mit Spitze Cup C schwarz“ konnten wir das schon deutlich besser erkennen.

Wenn du dich erinnerst, haben wir dem Nutzer dabei unterstellt, dass er einen solchen BH wie er ihn beschrieben hat, wahrscheinlich kaufen möchte – oder sich zumindest über das Angebot informieren möchte. Die Vermutung liegt aufgrund der Formulierung beim Suchbegriff nahe, dass er eine solche Absicht hat. Solche Absichten, die ein Nutzer hinter einem eingetippten Suchbegriff hat, wird „Suchintention“ (Suchabsicht) genannt. Diese haben wir ebenso im Bereich des Maschinenbaus, des Anlagenbaus und mehr oder weniger für fast alle anderen Branchen.

Auch bei ortsbezogenen Suchen können wir oft sehr gut auf die dahinter stehende Suchintention schließen: der Suchbegriff „Anwalt München“ deutet darauf hin, dass der Nutzer einen Anwalt sucht, der sein Büro in München hat (vermutlich weil er diesen aufsuchen oder zumindest für eine Angelegenheit in München beauftragen will).

So klar und einfach ist das natürlich nicht immer. Beim Suchbegriff „Büstenhalter“ können wir keine Suchintention festmachen – der Nutzer kann sowohl nach einem Produkt suchen als auch einfach nach einer beliebigen Information im Zusammenhang mit Büstenhaltern. Auch in anderen Fällen bleibt die Suchintention oft unklar – wenn jemand nach „Donald Trump“ sucht, kann er entweder nach der Biografie des Präsidenten suchen, oder aber nach dem letzten Unfug, den sich der Präsident gerade wieder geleistet hat – man weiß es nicht genau. Die Suchmaschine wird in diesem Fall, weil sie das auch nicht weiß, dem Nutzer voraussichtlich zum eingetippten Suchbegriff beides anzeigen. Worauf er dann allerdings klickt, zeigt uns, wonach er eigentlich auf der Suche war.

Warum die Suchintentionen bei Suchbegriffen so wichtig zu verstehen ist

Auch im Zeitalter der Sprachsuchen hinterlassen Nutzer kaum Romane oder wirklich explizite Beschreibungen dessen, wonach sie exakt suchen. Nur wenige Nutzer nutzen die Möglichkeit, komplett ausformulierte Fragen in die Suchmaschine einzugeben (die Google seit einigen Jahren übrigens fast immer problemlos wie ein Mensch in ihrer Bedeutung verstehen kann). Das wäre den meisten ganz einfach auch zu mühsam.

Bis zu einem gewissen Punkt ist man bei der Abschätzung der Suchintention also immer noch auf richtiges Interpretieren angewiesen. Verstehen wir die hinter einem Suchbegriff stehende Suchintention sehr gut, gelingt uns meist auch ein erfolgreicher Aufbau und Ausbau eines komplett an Kundenbedürfnissen ausgerichteten Unternehmens sehr gut. Das ist wiederum die Voraussetzung dafür, dass wir in einer Nische auch eine hohe bis sehr hohe Marktdurchdringung erreichen können.

Um Suchintentionen besser abschätzen zu können, ist es wichtig, Suchanfragen detailliert zu erfassen zu kategorisieren und sowohl Begriffe als auch deren Synonyme auszumachen. Im darauf folgenden Schritt geht es darum, die weiterführenden Informationen hinter jedem Suchbegriff herauszufiltern, zu bewerten und möglichst umfassende Erkenntnisse über die bestehenden unterschiedlichen Kundenbedürfnisse zu gewinnen. Gelingt das, lässt sich der Aufbau und der Ausbau eines Unternehmens ganz exakt und zielgerichtet planen.

Suchbegriffe & Design Thinking gezielt anwenden

Kennst du Design Thinking? Beim Design Thinking handelt es sich um eine methodische Herangehensweise an die Gestaltung von Produkten oder Dienstleistungen oder auch um die Entwicklung von wirklich innovativen Ideen.

Dahinter steht grundsätzlich die Erkenntnis, dass du nicht deine Kunden für ein von dir gebautes Produkt optimieren kannst – du kannst nur umgekehrt dein Produkt auf die Wünsche, Bedürfnisse und Anwendungsweise deiner Kunden hin optimieren. Um das zu erreichen, musst du erst einmal die Denkrichtung wechseln und dein Produkt oder deine Innovation ausgehend von den Kundenbedürfnissen und -wünschen planen. Du gehst also immer aus der Kundensicht auf die Dinge zu – und versuchst genau das zu schaffen, was für Kunden optimal ist.

Genau dieses Denk- und Planungsprinzip kann man auch bei der Arbeit mit Suchanfragen-Auswertungen hervorragend anwenden – es ist sogar wie dafür geschaffen.

Einige Beispiele:

Du siehst vor dir einen sehr häufigen gestellte Suchbegriff, der lautet „Wände richtig streichen“. Die dahinter stehende Suchintention ist nicht schwer zu interpretieren – der Nutzer möchte genau gezeigt oder erklärt bekommen, wie er beim Streichen der Wände vorgehen muss, um das wirklich fachgerecht und professionell zu machen. Das zeigt ein Informationsbedürfnis des Nutzers. Als Malerbetrieb oder als Farbenhersteller kann man den Nutzerbedürfnissen hier sehr gut gerecht werden. Wie man das am besten macht, zeige ich dir in meinem Schulungsvideo.

In einem anderen Fall siehst du einen Suchbegriff, der lautet „Fenster richtig putzen“. Auch hier ist die Suchintention recht eindeutig, der Nutzer möchte darüber informiert werden, wie er beim Putzen seiner Fenster fachgerecht vorgeht und die Arbeit schnell, effizient und professionell erledigt. Als Fensterbauer oder als Betrieb, der Fenster herstellt kann eine solche Suchanfrage sehr wertvoll sein, wenn du sie richtig nutzt. In meinem Schulungsvideo erkläre ich dir auch hier ausführlich und ganz konkret die potenziellen Möglichkeiten, die dir dieser Suchbegriff bieten kann.

Bevor man sich mit Suchintentionen und Design Thinking erfolgreich beschäftigen kann, muss man sich allerdings noch etwas eingehender mit Suchanfragen und ihren Merkmalen beschäftigen:

Suchbegriff im Detail betrachtet

Natürlich können wir aus einem Suchbegriff wie im obigen Beispiel „Wände richtig streichen“ ableiten, dass Nutzer in diesem Fall eine Information suchen und auch relativ genau, wie die notwendige Information beschaffen sein muss.

Das ist aber noch nicht alles, was uns interessiert – und noch längst nicht alles, was man aus Suchanfragen herauslesen kann.

Da wäre zunächst das Suchvolumen beim Suchbegriff.
Es ist interessant zu wissen, wie oft ein Suchbegriff von unterschiedlichen Nutzern überhaupt gestellt wird. Ein Blick auf das Suchvolumen verrät uns sofort, wie viele Kunden mit diesem Problem kämpfen und im Internet nach einer Lösung suchen. Auch bei anderen Suchanfragen können wir daraus wertvolle Erkenntnisse ableiten. Die Anzahl der monatlichen Suchanfragen zu „Büstenhalter mit Spitzen, Cup H“ verrät uns beispielsweise einiges darüber, wie groß ein entsprechender Markt ist – und ob er sich für uns überhaupt lohnt.

Als nächstes sind auch die Klickpreise für den einzelnen Suchbegriff immer interessant.
Wie viel müsste man pro Klick bezahlen, wenn man eine Anzeige zu diesem Suchbegriff bei Google schalten möchte? Wie hoch ist der Wettbewerb? Wie stark ist der Suchbegriff umkämpft?

Daneben ist auch immer interessant herauszufinden, wie stark der SEO-Wettbewerb um einen bestimmten Suchbegriff oder eine bestimmte Suchphrase ist. Die Konkurrenz um bestimmte Suchphrasen kann sowohl sehr hoch als auch sehr niedrig sein. In meinem Schulungsvideo zeige ich dir anhand von einigen Beispielen, wie das in der Praxis aussieht und erkläre dir das ganze Thema sehr detailliert und ausführlich.

Der Suchbegriff und seine Unterschiedlichen Arten

Wie du schon ganz am Anfang gesehen hast, kann man einmal grundsätzlich zwischen Informations-Suchbegriffen (contentaffine Suchbegriffe) und Kauf-Suchbegriffen (kaufaffine Suchbegriffe) unterscheiden.

„Wände richtig streichen“ ist ganz klar ein contentaffiner Suchbegriff, der Nutzer sucht hier eindeutig nach einer Information oder Handlungsanweisung und hat keine erkennbare Absicht (Suchintention), ein Produkt zu kaufen.

Im Gegensatz dazu ist ein Suchbegriff wie „Bücher online bestellen“ oder „BH kaufen“ klar von einer Kaufabsicht als Suchintention angetrieben. Auch enthaltene Wörter wie „Onlineshop“ oder „bestellen“ deuten in den allermeisten Fällen auf eine Kaufabsicht hin.

Für die Praxis ist diese grundlegende Einteilung schon einmal gut, aber noch nicht ganz ausreichend. Man muss Suchanfragen noch etwas genauer unterteilen, um wirklich gut damit arbeiten zu können.

Informations-Suchanfragen (Informational Keywords, Know Keywords und Know-Simple Keywords) – hier sucht der Nutzer nach konkreten Informationen etwa „BH-Größen in Deutschland“ oder auch nach einfachen Definitionen wie „was ist ein Snippet“ (Know-Keyword) oder „wie hoch ist der Eifeltum“ (Know-Simple Keyword)

Handlungs-Suchanfragen (Do-Keywords) – hier möchte der Nutzer etwas tun und damit konkret ein Ziel erreichen, etwa „Whatsapp downloaden“, „Newsletter Megashop (abonnieren)“, „Laufschuhe kaufen“. Es kann sowohl um das Interagieren mit dem Internet oder einer bestimmten Seite gehen, als auch darum etwas zu erhalten.

Zeitbasierte Suchanfragen (Time-Keywords) – hier geht es um die Information über bestimmte Zeiten, etwa die Uhrzeit in Melbourne oder die Öffnungszeiten eines bestimmten Geschäfts

Transaktions-Suchanfragen (Transactional Keywords) – hier geht es dem Nutzer entweder um einen konkreten Kauf (Commercial Keywords) oder darum, etwas anderes zu finden, dass er (kostenlos) herunterladen kann. Auch Produktbeschreibungen wie „Außenleuchte Aufputz 230 V“ hinter denen eine Kaufabsicht steht, gehören dazu und sind als Commercial Keywords zu werten.

Navigations-Suchanfragen (Navigational Keywords) – hier will der Nutzer über die Suchmaschine auf eine bestimmte Stelle einer Webseite gelangen (also dorthin navigieren), etwa bei Suchanfragen wie „Kontaktformular Mediamarkt“.

Brand-Suchanfragen (Brand Keywords) – hier ist immer ein Markenname, Händlername oder Shopname mit der Suchabfrage verbunden, etwa bei „E-Auto VW“ oder „Kühlschrank Saturn“ oder „Miele Waschmaschine“. Nutzer suchen hier also nach Marken, die sie bereits kennen.

News-Suchanfragen (News-Keywords) – hier wird nach einem Nachrichten-Inhalt oder einer gerade aktuellen Information gesucht, etwa bei „DAX Kurs“ oder bei „Nachrichten Politik“ oder bei „FC Bayern München gegen Tottenham“

Ortsbezogene Suchanfragen (Local Searches) – hier soll etwas an einem bestimmten Ort gefunden werden, etwa bei Suchanfragen wie „Zahnarzt Cottbus“ oder „Anwalt München“, der Suchbereich kann dabei auch durchaus größer und regional (z. B. Kreis oder Bundesland) sein.

Natürlich gibt es immer wieder auch einmal Überschneidungen bei der Zuordnung von Suchbegriffs in die einzelnen Gruppen, etwa wenn eine komplexere Suchabsicht dahintersteht (z. B. E-Bike kaufen Darmstadt, hier mischt sich ein Commercial Keyword direkt mit einer ortsbezogenen Suchanfrage).

Mein umfassendes Schulungsvideo zum Thema „Suchbegriffe“

In meinem Schulungsvideo erkläre ich alle diese Dinge sehr detailliert, anhand von zahlreichen konkreten Beispielen. Ich gehe dabei auch ganz konkret darauf ein, in welchem Zusammenhang die Planung der Seitenstruktur mit den Suchanfragen steht, und warum es so wichtig ist, die Seitenstruktur auf die Suchabfragen abzustimmen, wenn es um gezielte Strategieentwicklung und um eine bestmögliche Wachstumsstrategie geht.

Ich zeige dir im Schulungsvideo außerdem, wie du mit einfachen Mitteln eine Liste von relevanten Suchanfragen zusammenstellen kannst.

Darüber hinaus geht es noch sehr ausführlich um die folgenden Themen.

Die Kosten für Suchbegriffs-Recherchen und Analysen

Die Kosten für eine Recherche von Suchbegriffen und die Analyse kann von Unternehmen zu Unternehmen und je nach Arbeitsaufwand sehr unterschiedlich liegen. Für einen kleinen, nur im regionalen Umkreis tätigen Elektriker oder Heizungsbau-Betrieb ist dafür ein ganz anderer Ansatz notwendig als etwa für ein Unternehmen, das deutschlandweit oder gar europaweit tätig ist. Bei Herstellern ist ein anderer Ansatz nötig als bei Händlern. Dazu kommt natürlich auch immer, ob es sich um eine bloße Recherche oder um eine Recherche mit tiefgehender Analyse handelt. In meinem Schulungsvideo gehe ich detailliert auf alle diese Unterschiede ein.

Digitalisierung und Suchbegriffe

Im Grunde geht es hier um ein sehr komplexes und umfangreiches Thema, zu dem Bereiche wie Big Data, die Generierung von Datensätzen und viele andere Bereiche gehören. Die Recherche und Auswertung von Suchbegriffen ist die unverzichtbare Grundlage und der Schlüsselfaktor beim Aufbauen und Ausbauen jedes Unternehmens, dahinter schließen sich jedoch noch viele nachgelagerte Prozesse an, dabei gibt es viele durchaus komplexe Zusammenhänge und Verflechtungen. Die sollte man verstanden haben, bevor man versucht, ein Unternehmen über das Internet aufzubauen oder auszubauen – oder einfach nur die Unternehmenswebseite neu und erfolgreicher aufsetzen möchte.

Customer Journey – Suchbegriffe und Synonyme

Auch im Online-Bereich und auf der Webseite findet eine Customer Journey, eine Kundenreise“ statt, den man als ganzen Prozess auch digital abbilden kann. Fließen in diese Abbildung der digitalen Kundenreise dann auch die recherchierten relevanten Wörter und Wortgruppen mit ein, wird das Ganze zum sogenannten „Long Tail Business Model“.

Aus den Informationen und den Vorarbeiten lassen sich zu einzelnen Produkten und Dienstleistungen zahlreiche einzelne, hoch wirksame Einstiegsseiten für Nutzer bauen. Nutzer, die bereits mit sehr spezifischen Suchabfragen ankommen, sind in ihrer Customer Journey schon deutlich weiter als Nutzer, die nur allgemein einen Suchbegriff eingeben. In diesem Zusammenhang spielt auch die „Micro Attraktivität“ eine große Rolle, dadurch können Produkte und Dienstleistungen sehr spezifisch kommuniziert und angeboten werden, was die Neukundenakquise deutlich erleichtert.

Um zu verdeutlichen, wie sich spezialisierte Inhalte ergeben, hier ein Beispiel mit Signalleuchten:

Signalelemente –> Signaltechnik –> Signalsäulen –> Signalsäulen Led –> Signalsäulen Led kaufen Das Gleiche kann man dann auch etwa mit Signalleuchten, Signallampen, Kontrollleuchten, Signalleuchten 230 V usw. machen.

In meinem Schulungsvideo erkläre ich das ganz genau und sorgfältig Schritt für Schritt, damit das auch gut verständlich bleibt und du den Nutzen sofort erkennen kannst. Du siehst aber bereits jetzt, wie wichtig einfach die Vorarbeiten sind. Alles das muss stattfinden, bevor der Webdesigner mit seiner Arbeit beginnt, damit die online Kundenakquise überhaupt Sinn machen kann.

Schau dir dazu einfach das Schulungsvideo an.

Passende Suchbegriffe finden – eine kurze Anleitung

Immer wieder werde ich von Selbständigen und den Verantwortlichen in kleinen oder mittleren Unternehmen gefragt, wie man relevante Suchbegriffe finden kann. Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es natürlich nicht – die wichtigen und relevanten Suchbegriffe hängen immer ganz individuell vom einzelnen Unternehmen, seinem genauen Tätigkeitsfeld und Tätigkeitsschwerpunkt und von den Produkten und Dienstleistungen ab, die es anbietet. Ein Metzgereibetrieb und ein Kunststoffhersteller haben hier genau nichts miteinander gemeinsam.

Ich muss zunächst genau und detailliert wissen, welche Produkte und Dienstleistungen ein Unternehmen anbietet – erst dann kann ich mich an die Arbeit machen und die relevanten Suchbegriffe und Synonyme für das Unternehmen und seine Wachstumsstrategie individuell herauszuarbeiten. Genau, es geht auch um die Wachstumsstrategie: mit den relevanten Suchbegriffen und Synonymen sind auch digitale Akquise und digitaler Vertreib möglich, genauso wie ein gezielter Traffic-Aufbau, der für eine entsprechende Nachhaltigkeit des Ganzen sorgt.

Daneben kann man nach dem Herausarbeiten der Suchbegriffe auch gleich über eine wirklich effektive Landingpage-Strategie nachdenken – das macht in diesem Zusammenhang dann natürlich auch strategisch Sinn.

Ein paar wichtige Schritte zum Anfang:

  1.  Nimm zunächst einmal die Sicht deines Kunden ein und betrachte dein Unternehmen
  2. Überprüfe detailliert das Suchvolumen zu den Produkten und Dienstleistungen
  3. Überprüfe die Suchintention in den Suchabfragen
  4. Prüfe Alternativen zu den ausgewählten Suchbegriffen
  5. Versuche die Suchanfragen zu präzisieren
  6. Überprüfe deine direkten Konkurrenten
  7. Erarbeite eine digitale Customer Journey

Welche Tools zum Finden von Suchbegriffen?

Es gibt eine ganze Vielzahl von Tools auf dem Markt, die dabei helfen können, Suchbegriffe und Synonyme zu finden und sie auch zu klassifizieren. Einige kostenfreie Tool stelle ich dir auch in meinem Schulungsvideo vor, dazu auch einige Browser-Plugins, die du nutzen kannst, um Keywords zu finden.

Suchbegriffe finden und SEO Strategie

Wir haben in diesem Beitrag sehr ausführlich über die Wichtigkeit von Suchbegriffen und das Finden von passenden Suchbegriffen gesprochen. Als Grundlage für jeden erfolgreichen Internet-Auftritt ist das unverzichtbar, wir brauchen die Suchbegriffe aber genauso im gesamten Online-Marketing.

Die eigene Webseite ist immer der stärkste und leistungsfähigste Akquise- und Vertriebskanal, den es gibt. E-Mail Marketing, Social Media Marketing, News, PR und Recruiting Maßnahmen, Linkbuilding, Online-Werbung und Landingpage-Systeme sind ebenfalls wichtig – ihre solide Basis und die „Zentrale“ für alle diese Marketing-Aktivitäten ist und bleibt aber immer die Webseite.

Dafür muss die Webseite auch entsprechend „aufgestellt“ und richtig und passend ausgerichtet sein, auch von ihren Inhalten her. Dafür braucht es auf der einen Seite natürlich die passenden Suchbegriffe, auf die hin die Seite (auch in ihrer Struktur und ihrem Aufbau) abgestimmt wird, auf der anderen Seite aber auch ein solides Content Marketing.

Was Content Marketing ist und wie es genau funktioniert erfährst du in diesem Artikel. Beim Content Marketing geht es nicht um eine Kaltakquise – zwar richtet sich die Akquise dort vorwiegend an Menschen, die dein Unternehmen noch nicht kennen, da diese Besucher ausschließlich aufgrund bestimmter Suchanfragen auf deine Seite gelangen, ist die Akquise nicht mehr ganz „kalt“, da die Besucher exakt nach dem auf der Suche sind, was du anzubieten hast, es handelt sich also bereits um stark „angewärmten“ Traffic. Damit lassen sich SEO-Strategien entwickeln, die sowohl dem User als auch deinem Unternehmen gleichermaßen nützen, eine echte Win-Win-Situation also.

Für Startups ist es meist kein Problem, ein solches Modell „from scratch“ ganz neu zu bauen und sich von vornherein richtig aufzustellen und auszurichten.

Für bestehende Unternehmen mit seit lange etablierter Homepage und einem seit langem eingespielten Geschäftsmodell gestaltet es sich häufig schwieriger, auf das in den meisten Fällen deutlich erfolgreichere Longtail Business Model zu wechseln: die bestehende Webseite muss zum Teil sehr umfassend geändert werden, Prozesse müssen neu gestaltet und zum Teil sind zusätzlich auch neue Prozesse und Abläufe nötig, auch bereits bestehende Unternehmensstrukturen müssen oft entsprechend abgeändert werden.

Auf welchem Weg ein bestehendes Unternehmen die Transformation hin zu einem Longtail Business Model auf Basis der Suchbegriffe bewältigen kann und wie die Digitalisierungsstrategie im einzelnen aussehen kann, muss immer für den jeweiligen Einzelfall in einer umfassenden Beratung geklärt werden.